Vita

papa1939 in Chemnitz geboren,
Architekt.
Lebt und arbeitet seit 1975 in Peru, Venezuela, Ägypten, Brasilien, Paraguay, Guatemala und Honduras. Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen.  2. und 3. Preise bei Bienalen in Guatemala, weitere Ausstellungen im Duke University Museum, USA, im Meguro Museum in Tokyo, Japan sowie Eschborn, Bremen und Stuttgart.
Teilname an PENTIMENT in Hamburg und mehrfach an Kursen der Sommerakademie Salzburg.
Seit 2007 zurück in Deutschland als freischaffender Künstler.
Ausstellungs- und Messebeteiligungen in Stuttgart, Kroatien, Salzburg, Trieste und USA .

Wirken

Malen, Zeichnen, Modellieren seit 1960 als Student in Darmstadt, später als Autodidakt.
In Asunción; Paraguay, Teilnahme an Workshops mit namhaften Künstlern der Region.
1990 erste große Einzelausstellung mit Öl-, Acrylbildern und Papierarbeiten im Kunstmuseum in Asunción.
Seitdem zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in Paraguay, Argentinien, Guatemala, USA, Ecuador und Japan und in Deutschland in Eschborn, Bremen und Stuttgart,. Wichtigste Einzelausstellung 1993 im Kulturzentrum der Stadt Buenos Aires.
Teilnahme an Bienalen in Zentralamerika und Ecuador. Zweimal Preisträger der Bienale Guatemala.
Kurse und Ausstellungen von Pentiment in Hamburg, und der Salzburger Sommerakademie.

 

Werk

Das künstlerische Werk umfasst Zeichnungen, Druckgrafik, Collagen und andere Papierarbeiten, Öl - und Acrylmalerei, Holzskulpturen, Terrakotta sowie Objekte, Bild- und Raum- Installationen.

Der Kontakt mit den Kulturen des Altertums und besonders den indianischen Kulturen Südamerikas, ihr Ursprung in der Natur und ihre ständigen Veränderungen im geschichtlichen Ablauf, die Einflüsse durch Moden und moderne Kommunikation, begründen im wesentlichen Gestalt und Inhalt der in Lateinamerika geschaffenen Arbeiten.

Formal bestimmend ist der menschliche Körper im Zusammenspiel mit Bootsobjekten, Holzstelen und und Materialbildern. Thematischer Hintergrund, der meist mit Gewalt oder missionarischem Eifer erzwungene Austausch oder die Überlagerung verschiedener Kulturen, sowie die oft heimliche, weil verbotene oder verachtete Bewahrung und Überlieferung von Sitten, Gebräuchen und künstlerischen Formen, Zeichen, Bedeutungen; Symbole und Riten im fremden Umfeld: Runen in Höhlen Paraguays, rituelle Körperbemalung der Amazonasindianer im modernen Design, afrikanische Tänze für christliche Heilige an brasilianischen Stränden. Sklaven-, Kriegs- und Handelsschiffe, Entdeckerkähne und Eingeborenenkanus als Vehikel für den Transport von Nahrung; Kultur und Religion. Boote als Kultstätten, Idolgehäuse, Opfergefäß.

Auch das soziale und politische Umfeld gewaltsamer Auseinandersetzungen der neueren Geschichte in der Region Lateinamerika, hat in subtiler weise viele Arbeiten geprägt.

Neue Bilder entstehen mit Erlebten und Geschaffenem aus der Perspektive eines veränderten Standortes und mit dem Versuch einem sich wandelnden Anspruch gerecht zu werden, aber vor allem aus der Lust an freier Gestaltung in einem vielschichtigem formalen, technischen und gesellschaftlichen Kontext.

Die Suche geht weiter, der Weg bleibt das Ziel.